Wie wird aus einer großen Nachfolgestatistik ein bearbeitbares Suchfeld?
Studienergebnisse
Was die Quellen zeigen.
Das IfM Bonn schätzt, dass zwischen 2026 und 2030 rund 186.000 Unternehmen in Deutschland zur Übergabe anstehen. Die im November 2025 veröffentlichte Berechnung unterscheidet unter anderem Übergabereife und Übernahmewürdigkeit. Es handelt sich um ein Modell und ergänzende Forschung zu Nachfolgelösungen, nicht um eine Liste verkaufsbereiter Unternehmen.
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Übergabeanlass und strategischen Fit getrennt qualifizieren
Ein bevorstehender Inhaberwechsel macht ein Unternehmen ansprechbar, begründet aber noch keine Kaufthese. Geschäftsmodell, Größe, Kundenstruktur und benötigte Fähigkeiten müssen zusätzlich zur Strategie des Käufers passen. Eine Suche nach Alter des Inhabers allein könnte deshalb viele Unternehmen liefern, deren Fortführung oder Integration kaum zu den eigenen Möglichkeiten passt.
Für das Market Mapping empfiehlt sich eine gestufte Auswahl: zunächst ein klarer Markt und ein nachvollziehbares Geschäftsmodell, anschließend wirtschaftliche Eignung und schließlich Hinweise auf einen möglichen Übergabeanlass. Die Daten sollten erkennen lassen, welche Kriterien belegt sind und welche lediglich auf einer vorläufigen Einschätzung beruhen.
Eine regionale Liste als Arbeitsbestand verstehen
Eine Kartenansicht kann die regionale Recherche erleichtern. Ein Standortpunkt sagt jedoch noch nichts über Verkaufsabsicht, Unternehmensgröße oder Qualität der Leistung aus. Für die Geschäftsführung ist deshalb wichtig, dass die visuelle Übersicht mit qualifizierten Unternehmensprofilen verbunden bleibt. So lässt sich vermeiden, dass geografische Nähe unbemerkt zum wichtigsten Auswahlkriterium wird.
Der nächste Schritt ist eine angemessene und respektvolle Ansprache. Sie sollte auf einer nachvollziehbaren strategischen Verbindung beruhen. Die Nachfolgestatistik rechtfertigt keine Annahme, ein bestimmter Unternehmer wolle verkaufen. Erst ein tatsächliches Gespräch kann klären, ob ein gemeinsames Vorhaben grundsätzlich in Betracht kommt.
Fragen für Ihre Entscheidung
- Welche Geschäftsmodelle und wirtschaftlichen Merkmale müssen Targets erfüllen?
- Welche Hinweise auf einen Übergabeanlass sind tatsächlich belegt?
- Wie wird aus der Longlist eine priorisierte und respektvoll ansprechbare Auswahl?
Mit Frank Rauscher ins Gespräch kommen
Was bedeutet das für Ihr Unternehmen?
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Modellgestützte Nachfolgeschätzung für Deutschland und Bundesländer, ergänzt um eine Metaanalyse. Abweichende Zahlen anderer Institutionen können andere Grundgesamtheiten und Definitionen abbilden.
Grundlage dieses Beitrags: IfM Bonn: Unternehmensnachfolgen in Deutschland 2026 bis 2030, einschließlich Begriffsdefinitionen, Vorgehensweise und Ergebnissen.
- Institut für Mittelstandsforschung Bonn: Unternehmensnachfolgen in Deutschland 2026 bis 2030 Prognose 2026–2030; Daten und Fakten Nr. 37, November 2025