Wo liegen belastbare Verbesserungshebel in Verwaltung und Backoffice?
Studienergebnisse
Was die Quellen zeigen.
Der Bitkom Digital Office Index 2024 untersucht Geschäfts- und Verwaltungsprozesse auf Basis einer laut Herausgeber repräsentativen Befragung von 1.103 Unternehmen. Er behandelt unter anderem digitale Kommunikation, Papiernutzung und Prozesslösungen. Die Untersuchung zeigt den Stand 2024; sie ist kein Test der Produktivität einzelner Systeme oder Unternehmen.
Unsere Einordnung für Ihr Unternehmen
Einen vollständigen Vorgang nachvollziehen
Ein praktischer Einstieg ist ein konkreter Vorgang: von der Anfrage über Bearbeitung und Freigabe bis zur Ablage oder Abrechnung. Dabei lässt sich erkennen, wo Informationen erneut eingegeben werden, wo Dokumente fehlen und welche Übergaben warten müssen. Eine solche Prozesssicht macht sichtbar, ob eine technische Lösung tatsächlich durchgehend genutzt wird.
Erst danach sollte die Geschäftsführung entscheiden, ob eine neue Anwendung benötigt wird. Manchmal muss zunächst eine Zuständigkeit geklärt oder eine Datenbasis bereinigt werden. Für ein Beratungsangebot kann genau diese Klärung eine wichtige Leistung sein. Sie sollte als eigener Aufwand beschrieben und nicht zwischen Installation und Schulung versteckt werden.
Digitale Reife auch im Unternehmenskauf konkret machen
Für Käufer kann ein digital ordentlich wirkendes Backoffice aufschlussreich sein. Die Prüfung sollte jedoch über eine Systemliste hinausgehen. Sind Informationen auffindbar? Können Aufgaben bei Ausfall einer Person übernommen werden? Und lässt sich ein Vorgang ohne informelle Rückfragen abschließen? Diese Fragen betreffen die Fortführbarkeit und die spätere Zusammenarbeit.
Der wirtschaftliche Hebel lässt sich anschließend als Hypothese beschreiben: weniger manuelle Bearbeitung, geringere Fehlerkosten oder mehr Kapazität im bestehenden Team. Ob dieser Effekt tatsächlich eintritt, muss gemessen werden. Ein hoher Digitalisierungsgrad allein belegt noch keine Einsparung und rechtfertigt keinen pauschalen Aufschlag auf den Unternehmenswert.
Fragen für Ihre Entscheidung
- Wo entstehen Mehrfacherfassung, Wartezeit und manuelle Nacharbeit?
- Welche Verbesserung kann ohne zusätzliche Software erreicht werden?
- Welche Arbeitsabläufe bleiben nach einem Personal- oder Inhaberwechsel verlässlich nutzbar?
Mit Frank Rauscher ins Gespräch kommen
Was bedeutet das für Ihr Unternehmen?
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Unternehmensbefragung der Ausgabe 2024. Die Studienreihe erfasst Unternehmen ab 20 Beschäftigten. Ihre Ergebnisse stehen daher nicht für sämtliche Kleinstunternehmen und messen keinen ursächlichen Produktivitätseffekt einzelner Maßnahmen.
Grundlage dieses Beitrags: Bitkom Digital Office Index 2024 und zugehörige Studienseite.
- Bitkom: Digital Office Index 2024 Ausgabe 2024