Wie lässt sich erkennen, ob Käufer und Verkäufer eine verhandelbare Grundlage haben?
Studienergebnisse
Was die Quellen zeigen.
Der Dealsuite-Monitor vom August 2026 behandelt das erste Halbjahr 2026 im DACH-Markt. Die veröffentlichte Methodik nennt 162 teilnehmende M&A-Beratungen. Ein eigenes Kapitel untersucht Abweichungen zwischen Verkäufererwartungen und von Beratern eingeschätzten Marktwerten. Das sind berichtete Einschätzungen aus begleiteten Prozessen und keine amtliche Vollerhebung aller Unternehmenskäufe.
Unsere Einordnung für Ihr Unternehmen
Die Annahmen hinter dem Preis offenlegen
Unsere Ableitung für die Praxis: Halten Sie fest, welches Ergebnisjahr, welche Bereinigungen und welcher Unternehmensumfang einer Preisvorstellung zugrunde liegen. Besprechen Sie anschließend die Brücke vom Unternehmenswert zum Anteilskaufpreis. Liquidität, Finanzverbindlichkeiten und vereinbartes Betriebskapital können die tatsächlich zahlbare Summe wesentlich verändern.
Offene Angaben sollten als solche dokumentiert bleiben. Eine grobe Erstindikation ist eine Grundlage für weitere Gespräche; sie braucht erkennbare Voraussetzungen und einen klaren Vorbehalt der späteren Prüfung.
Erst die Ursache der Lücke verstehen
Ist die Abweichung auf unterschiedliche Zukunftserwartungen zurückzuführen, sind andere Unterlagen nötig als bei einer unklaren Ergebnisbereinigung. Fordern Sie gezielt Nachweise an, statt einen allgemeinen Marktmultiplikator immer weiter zu diskutieren. Ein solcher Vergleich kann eine Gegenprüfung sein, trägt aber nicht allein die Bewertung.
Flexible Kaufpreisbestandteile können Interessen verbinden, brauchen jedoch eindeutige Messgrößen und fachliche Ausgestaltung. Prüfen Sie zunächst, ob die zugrunde liegenden Erwartungen überhaupt zusammenpassen. Auch ein frühzeitig beendeter Prozess kann für beide Seiten die wirtschaftlich vernünftige Entscheidung sein.
Fragen für Ihre Entscheidung
- Auf welches nachhaltige Ergebnis bezieht sich die Preisvorstellung?
- Welche Annahme erklärt den größten Unterschied?
- Welche Information könnte die Einschätzung beider Seiten ändern?
Mit Frank Rauscher ins Gespräch kommen
Was bedeutet das für Ihr Unternehmen?
Sie planen einen Zukauf oder möchten ein Suchfeld erschließen? Lassen Sie uns in einem Telefonat über Ihre Ziele und den nächsten sinnvollen Schritt sprechen.
Telefontermin vereinbarenQuellen und Grenzen
Der öffentliche Monitor grenzt die betrachteten Unternehmen auf 1–50 Mio. Euro Umsatz ein; eine weitere Seite des Herausgebers nennt 1–200 Mio. Euro. Wegen dieser abweichenden Angaben dienen die Ergebnisse hier als Anlass für Prüffragen, nicht als allgemeiner Maßstab für Multiplikatoren oder Preisabstände. Der untersuchte DACH-Markt umfasst neben Deutschland auch Österreich und die Schweiz.
Grundlage dieses Beitrags: Dealsuite: öffentlich zugänglicher DACH M&A Monitor August 2026. Die abweichenden Angaben zur Umsatzgröße begrenzen die Vergleichbarkeit.
- Dealsuite: Dealsuite DACH M&A Monitor August 2026 Transaktionsentwicklung H1 2026 und Erwartungen H2 2026